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Stress im Job?

Erstens, zweitens, drittens, viertens…

Die Liste an Aufgaben, die erledigt werden müssen, hört gar nicht mehr auf.

Und Sie gehen diese Liste immer und immer wieder im Kopf durch. Dabei sitzen Sie noch an ganz anderen Aufträgen. Erstens, zweitens, drittens, viertens… Da kommt ein Kollege und schon stehen weitere Punkte auf Ihrer mentalen Liste. Zusätzlich fordert Ihr Chef, dass ein Projekt nun doch schon früher erledigt sein muss. Ihre Liste wird länger und die Zeit zur Bearbeitung wird weniger. Egal wie viel Arbeit Sie haben – der Tag hat immer nur 24 Stunden. Erstens, zweitens, drittens, viertens…

Reißaus nehmen!

Der Druck wird immer größer: Mehr Aufgaben, weniger Zeit und natürlich wollen Sie auch alles perfekt und im vorgegebenen Zeitrahmen erledigen. Das hört sich nach Überstunden an. Vielleicht könnten Sie regelmäßig die Pausen verkürzen? Oder den Urlaub verschieben? Weniger Zeit mit der Familie?

Jetzt atmen Sie erst einmal tief durch! Und lesen Sie unsere Tipps, wie Sie mit dem Arbeitsdruck besser umgehen können!

1. Nein, no, non!
Kommt wieder ein Kollege zu Ihnen, der Sie schon öfter darum gebeten hat, einen Teil seiner Aufgabe zu übernehmen? Sagt er vielleicht Sachen wie „Ich schaffe das nicht rechtzeitig“ oder „Sie können das ja auch viel besser als ich“? Lernen Sie, „nein“ zu sagen! Bleiben Sie bei Ihren Aufgaben und unterstützen Sie Kollegen nur, wenn Sie wirklich eine ruhigere Arbeitsphase haben.

2. Real oder ideal?
Setzen Sie bei der Aufgabenerfüllung realistische Ziele. Behalten Sie im Hinterkopf, dass bei jedem Zeitplan unvorhersehbare Dinge dazwischenkommen können. Planen Sie also im Vorfeld schon mehr Zeit ein. Auf diese Weise können Sie die Aufgabe entspannter angehen und stehen nicht so sehr unter Druck. Außerdem ist so die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie Ihre Ziele im vorgegebenen Zeitrahmen erreichen – auch Ihr Chef wird zufrieden sein.

3. Ein bisschen entspannen
Ganz wichtig: Gerade wenn der Stress besonders groß ist, sollten Sie Pausen einlegen. Was im ersten Moment widersprüchlich klingt, ist in der Praxis besonders wichtig. Einigen Sie sich mit Ihrem Team, wann und wie lange die Pause gemacht wird und halten Sie diese auch ein. Gehen Sie raus an die frische Luft oder setzen Sie sich zum Mittagessen in die Kantine. Hauptsache, Sie verlassen Ihren Arbeitsplatz! Wer regelmäßig Pausen einlegt, arbeitet effektiver und hält länger durch!

4. Morgens auf, abends ab
Jeder hat einen anderen Biorhythmus: Die einen sind morgens fit, die anderen nachmittags. Versuchen Sie, Ihren Arbeitsablauf an Ihren Tagesrhythmus anzupassen. Sind sie morgens fitter? Dann erledigen Sie zu dieser Tageszeit Aufgaben, die eine besonders hohe Konzentration erfordern. Auf den Nachmittag können Sie einfachere Aufgaben legen. Idealerweise können Sie auch Ihren kompletten Arbeitstag an Ihren inneren Biorhythmus anpassen, soweit dies bei Ihrem Arbeitgeber möglich ist.

5. TO-DO or NOT TO-DO?
Führen Sie eine To-Do-Liste nicht nur in Ihrem Kopf, sondern schreiben Sie die offenen Punkte tatsächlich auf! Setzen Sie dabei Prioritäten: Welche Aufgaben müssen zuerst erledigt werden? Welche sind nicht ganz so wichtig und können nach hinten verschoben werden? Auf diese Weise haben Sie jederzeit alle Aufgaben im Blick und vergessen nichts.

6. Der Ausgleich
Eine herausfordernde Angelegenheit, wenn man bereits das Gefühl hat, man hätte nicht genug Zeit. Versuchen Sie dennoch, sich Zeit für eine Aktivität freizuschaufeln, die Ihnen Spaß macht und nichts mit Ihrer Arbeit zu tun hat. Sport bietet sich an dieser Stelle besonders an. Er befreit den Kopf und Sie tun gleichzeitig etwas Gutes für Ihren Körper. Das ist ein perfekter Ausgleich, wenn Sie im Job viel sitzen. Außerdem kann man nach körperlicher Betätigung deutlich besser schlafen.

7. Ändern Sie den Blickwinkel
Gerade wenn es stressig wird oder Sie auf Anhieb keine Lösung finden, sollten Sie Ihren Blickwinkel ändern. So können Sie beispielsweise versuchen, die Dinge aus der Sicht Ihres Vorgesetzten zu betrachten und haben danach ein ganz anderes Verständnis für dessen Situation. Versuchen Sie auch, Ihre Aufgaben nicht nur als tägliche Last, sondern als Herausforderung zu verstehen.

8. Niemand ist perfekt
Natürlich möchte man seine Aufgaben im Zeitplan und möglichst sehr gut erledigen und die Erwartungen der Auftraggeber möglichst perfekt erfüllen. Gerade in stressigen Zeiten sollten Sie Ihre persönliche Messlatte allerdings nicht zu hoch ansetzen. Liefern Sie beispielsweise Ihre Präsentation inhaltlich gut ab, sparen Sie sich aber die Zeit, jede einzelne Folie bis ins letzte Detail zu optimieren.

9. Konzentration!
Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerade tun und lassen Sie sich nicht ständig von anderen Dingen ablenken. Hier kann es beispielsweise sehr hilfreich sein, wenn Sie sich Ihren Arbeitstag so organisieren, dass Sie nicht ständig an allen Projekten gleichzeitig arbeiten. Setzen Sie Prioritäten und beenden Sie einzelne Arbeitsschritte, bevor Sie sich neuen Themen zuwenden.

10. It’s Tea Time
Planen Sie genug Zeit für das Mittagessen ein. Eine Currywurst innerhalb von fünf Minuten zu verschlingen ist nicht gut für Ihren Körper und lässt Ihnen auch nicht genug Zeit, den Kopf etwas frei zu bekommen. Ein ausgewogenes Mittagessen dagegen kann Ihren Körper mit ausreichend neuer Energie versorgen. Insbesondere Milchprodukte und Nüsse helfen gut beim Stressabbau. Weitere Lebensmittel, die den Druck auf der Arbeit reduzieren, sind: Linsen, Rotkohl, Zitronen und Tee.

11. Powernapping
Eine kurze Schlafpause von etwa 20 Minuten nach 13 Uhr kann Ihre Leistungsfähigkeit enorm steigern! Wollen Sie mehr wissen – schauen Sie hier.

12. Erfolge sehen
Haben Sie ein Projekt erfolgreich zu Ende gebracht? Beginnen Sie nicht gleich mit dem nächsten Projekt, sondern machen Sie sich den Erfolg bewusst. Geben Sie Ihrem Team eine Anerkennung oder gönnen Sie sich selbst einen schönen Abend. In jedem Fall sollten Sie eine Liste anlegen und neben der To-Do-Liste auch eine Erledigt-Liste führen. Das zeigt Ihnen, was Sie schon geleistet haben und gibt Ihnen ein Gefühl von Sinnhaftigkeit.