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Biorhythmus

Jeder von uns hat Momente, in denen er sich belastbar und fit fühlt. Und dann wiederum Momente, in denen er müde ist und nichts richtig gelingen will. Dabei sind die Leistungsphasen bei jedem Menschen individuell verschieden: Es gibt einerseits Menschen, die morgens schnell wach sind, gegen Tagesende dann aber schnell müde werden und andererseits Menschen, die morgens längere Zeit brauchen um wach zu werden, die gegen Abend dann aber noch viel Energie haben.

Aber warum ist das so? Die meisten Antworten über unsere „innere Uhr“ finden wir, wenn wir uns mit dem Thema „Biorhythmus“ auseinandersetzen.

Der Biorhythmus ist der Rhythmus, der die Tagesform eines Menschen beschreibt. Je nach Uhrzeit schwankt unsere Leistungsfähigkeit und unser allgemeiner Gemütszustand. Es gibt also Tagesphasen, in denen wir fit sind und uns besser konzentrieren können. Und es gibt Zeiten, in denen wir mehr Ruhe brauchen und beispielsweise keine schwierigen Entscheidungen treffen sollten.

Biorhythmus

Das Grundprinzip des Biorhythmus ist eigentlich ganz einfach: Nach der erholsamen Schlafphase werden wir wach. Nach dem Aufstehen, unterstützt vom Licht der Sonne, erreichen wir am Morgen recht früh am Tag den Höhepunkt unserer Leistungskurve. Auch interessant: Der Tagestiefpunkt am Nachmittag ist genau die Uhrzeit, die im Volksmund auch die „Kaffeetrinken-Zeit“ genannt wird. Also genau die Zeit, in der viele Menschen (im zeitlichen Leistungstief) Lust auf einen süßen Snack verspüren. Beim Betrachten dieser Kurve ist es weiterhin nicht überraschend, dass beispielsweise die „Tagesschau“ mit der Zusammenfassung der wichtigsten politischen, gesellschaftlichen Ereignisse auf genau 20 Uhr (im zeitlich relativ hohen Leistungsniveau) festgesetzt wurde.

Biorhythmustypen: Lerche oder Eule

Laut Forschung gibt es zwei unterschiedliche Extremformen der Biorhythmustypen: die „Lerchen“ und die „Eulen“. Die „Lerche“ ist der Frühaufsteher, der schon bei Tagesanbruch fit und konzentriert in den Tag startet und gegen Abend schnell müde wird. Die „Eule“ kann bis spät in die Nacht noch aktiv und leistungsfähig sein, braucht am Morgen aber sehr lange, um wach zu werden.

Was sich im ersten Moment extrem anhört, ist im Prinzip eine Verschiebung der Leistungskurve um wenige Stunden. Denn die oben gezeigte Grafik entspricht tendenziell dem einer Lerche. Die beruhigende Nachricht in diesem Zusammenhang ist also: Lerchen und Eulen sind gar nicht so unterschiedlich in ihrem Biorhythmus, der Zeitpunkt ihrer Hoch- beziehungsweise Tiefphase ist nur ein anderer.

Sollten Sie also beispielsweise morgens Probleme haben, rechtzeitig aus dem Bett zu kommen, könnte auch ihr Biorhythmus eine wichtige Rolle spielen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, den Tag etwas später zu beginnen? Gerade in Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Gleitzeit anbieten, kann dies für den Einzelnen eine gute Möglichkeit sein, mehr nach seiner „inneren Uhr“ zu arbeiten.

Biorhythmus und Berufswahl

Es kann durchaus auch Sinn machen, bei der Berufswahl und den Arbeitszeitmodellen auf seinen Biorhythmus zu achten. Wer beispielsweise nachts gar nicht fit ist, wird sich vermutlich mit einem Job als Nachtschwester im Krankenhaus oder als Arbeiter im Nachtdienst keinen Gefallen tun. Genauso wird sich sicherlich ein Mensch mit dem Biorhythmustyp der „Eule“ mit der frühen Arbeitszeit eines Bäckers oder als Arbeiter im Frühdienst sehr schwer tun.

Egal welchem Typen Sie sich zuordnen – eine Änderung Ihrer „Grundeinstellung“ ist nicht möglich. Doch gibt es hier kein „besser“ oder „schlechter“. Vielmehr geht es darum, sich eine Arbeitsstelle auszusuchen, die der „eigenen, inneren Uhr“ entspricht. Hiervon profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen! Denn ein fitter Arbeitnehmer ist motivierter und gleichzeitig leistungsfähiger.

Übrigens kann man seine Tagesform auch durch einen kurzen Mittagsschlaf, dem so genannten Powernapping positiv beeinflussen. Weitere Informationen finden Sie hier.