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Der Headhunter ruft an!

So überzeugen Sie im Telefoninterview mit einem Headhunter

Ihr Telefon klingelt und überraschenderweise ist ein Headhunter am Telefon. Nun, wie sollten Sie jetzt reagieren?

Bevor wir Ihnen Tipps und Tricks für das Telefonat geben, erklären wir zunächst, was ein Headhunter überhaupt macht.

Die Aufgabe eines Headhunters

Die grundlegende Aufgabe eines Headhunters ist es, im Auftrag von Unternehmen hochqualifizierte Fachkräfte zu suchen und zu kontaktieren. In manchen Fällen übernimmt der Headhunter nicht nur die erste Kontaktaufnahme, sondern gibt auch Informationen bezüglich des Arbeitsvertrags, der Vergütung und der zu besetzenden Position weiter.

Auftragsablauf eines Headhunters

  1. Eine Firma hat eine zu besetzende Stelle für eine Fach- oder Führungsposition.
  2. Ein Suchauftrag für die Stelle und ein entsprechendes Anforderungsprofil an potentielle Bewerber wird an den Headhunter weitergegeben.
  3. Der Headhunter verfügt in der Regel über einen Pool von hochqualifizierten Kandidaten, die sich beruflich verändern möchten. Teilweise geht er auch aufgrund einer Anfrage aktiv auf die Suche nach möglichen Kandidaten. Dabei kann es sein, dass der Headhunter Führungskräfte spontan telefonisch kontaktiert.
  4. Der Headhunter trifft eine Auswahl der besten Kandidaten und präsentiert diese dem Auftraggeber.
  5. Anhand der Präsentation und Vorauswahl des Headhunters entscheidet sich die Firma für einen oder mehrere Kandidaten. In der Regel werden im Anschluss Vorstellungsgespräche geführt und im besten Fall entscheidet sich der Auftraggeber für einen der Kandidaten und es erfolgt eine Einstellung.

Unsere Tipps, die Sie auf jeden Fall beachten sollten!

Sollte sich auch bei Ihnen einmal ein Headhunter melden, ist dies sicherlich zunächst einmal eine aufregende Situation. Folgende Dinge sollten Sie dabei beachten:

  • Bewahren Sie Ruhe!
    Egal wie aufgeregt Sie während des Gesprächs mit dem Headhunter auch sind: Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren und gefasst zu wirken. Denn allein die Tatsache, dass ein Headhunter sie kontaktiert ist in der Regel schmeichelnd genug.
  • Wenn Sie keine Zeit haben, rufen Sie zurück!
    Dieser Punkt ist womöglich einer der wichtigsten. Ein Headhunter erwartet von Ihnen Diskretion und diese Diskretion sollte Ihnen selbst ebenso am Herzen liegen. Besteht also die Möglichkeit, dass Ihre Arbeitskollegen etwas von dem Gespräch mitbekommen könnten, lassen Sie sich die Nummer des Headhunters geben und rufen Sie Ihn nach der Arbeit zurück.
  • Erst zuhören, dann reden!
    Gerade wenn der Headhunter Sie das erste Mal kontaktiert, sollten Sie genau zuhören, welche Daten und Fakten er Ihnen nennt. Sie sollten zwar interessiert wirken, aber dennoch nicht den Wunsch äußern, dringend den Job wechseln zu wollen. Auch Fragen bezüglich des Gehalts und den Namen des Unternehmens, in dessen Auftrag gesucht wird, sollten Sie vermeiden. Was Sie fragen können ist, um welche Unternehmensbranche es sich handelt und welche Stelle besetzt werden soll. Hier gilt im Grunde genommen: Zu wenig Interesse zu zeigen, wirkt ebenso negativ, wie zu viel Interesse.
  • Das größte NO-Go: Die Frage nach dem „Warum?‘
    Diese Frage schießt Sie womöglich schneller ins Aus als alles andere. Es wird schon seine Gründe haben, weshalb gerade Sie als potentieller Kandidat ausgewählt wurden. Dies kann einerseits auf Empfehlungen beruhen oder aber auch durch Publikationen. So oder so gelten Sie in den Augen des Headhunters in diesem Fall als potentiell geeignet. Das sollte Ihnen für‘s Erste genügen.
  • Gehen Sie auf Nummer sicher!
    So schmeichelnd der Anruf eines Headhunters auch sein mag, ein gewisses Misstrauen sollten Sie trotzdem haben. Denn auch auf dem Markt der Personalberater und Personalvermittler tummeln sich immer wieder „schwarze Schafe“. Lassen Sie sich also alle nötigen Kontaktdaten des Headhunters sowie den Namen der Personalberatung, für die er arbeitet, geben. Anschließend sollten Sie die erhaltenen Informationen und die Referenzen des Headhunters prüfen.
  • Was tun, wenn es persönlich wird?
    Wenn Sie einen positiven Eindruck während des Telefonats hinterlassen, ist es durchaus üblich, dass sich der Headhunter persönlich mit Ihnen treffen möchte. Dieses Treffen findet meist in dafür vorgesehenen Besprechungs- oder Meetingräumen statt. Hierfür sollten Sie sich bereits einige Antworten zu Fragen überlegen, die der Headhunter höchstwahrscheinlich stellen wird. Hierbei geht es nicht nur um berufliche, sondern durchaus auch um persönliche Fragen.

Mögliche Fragen des Headhunters:

  • Was treibt Sie an?
  • Welche Zukunftsperspektiven haben Sie?
  • Welche Karriereziele verfolgen Sie?
  • Was waren Ihre größten Erfolge?
  • Würden Sie für den Job einen Ortswechsel eingehen?
  • Wie beschreiben Sie Ihre Arbeit/Ihren Führungsstil?
  • Was würde Sie antreiben, Ihren Job zu wechseln?
  • Wie vereinbaren Sie Familie und Beruf miteinander?
  • Was sind Ihre persönlichen Stärken/Schwächen?

Fragen, die Sie dem Headhunter stellen sollten:

  • Welcher Unternehmensbranche ist die Firma zugehörig?
  • Wie groß ist die Firma?
  • Auf welche Position innerhalb der Firma bezieht sich die Stelle?
  • In welchem Rahmen lässt sich das Gehalt einordnen?

Wichtig hierbei ist, dass Sie die Fragen zwar im Hinterkopf behalten, sie jedoch nicht wie aus der Pistole geschossen beantworten. Der Headhunter möchte ehrliche Antworten hören und zudem das Gefühl haben, dass Sie sich mit solchen Fragen bereits auseinandergesetzt haben. Der restliche Verlauf ist größtenteils abhängig von Ihrer Qualifikation und dem Eindruck den Sie hinterlassen haben. Auf das Telefoninterview folgt in der Regel ein persönliches Gespräch. Anschließend gibt der Headhunter Ihre Daten an seinen Auftraggeber weiter. Dieser hört sich die Einschätzung des Headhunters an und wählt danach die in Frage kommenden Kandidaten aus.