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Underdox Filmfestival München- Unorthodox in MUC

Unorthodox in MUC

Durch den Vorhang fällt ein Schimmer

Cineasten und Film-Nostalgiker sehen es vor sich: die Filmrolle wird aufgezogen, der Projektor fängt an zu summen, ein Bild wird an die Silberleinwand geworfen - Drei, Zwei, Eins – Film ab!

Nur hakt die Vorstellung in einem Punkt: die Deutsche Filmindustrie befindet sich in einer Krise. Die unabhängigen Produzenten künstlerisch-herausfordernder und gesellschafts-schmerzlicher Filme hängen am finanziellen Tropf. Durch veraltete Finanzierungsmöglichkeiten spielt der junge Film auf nationaler Ebene eine geringe Rolle im Vergleich zu anderen Ländern wie Großbritannien oder Österreich. Eine weitere Auswirkung der überholten Strukturen ist, dass Talenten der Anreiz genommen wird sich auszuprobieren. Das Underdox Filmfestival will diese verwachsenen Formationen aufbrechen. Das mehrtägige Festival bietet Talenten und erfahrenen (internationalen) Produzenten der filmkünstlerischen Vorhut Luft zur Entfaltung.

Programm in der Prospektive

Das seit 2006 stattfindende Filmfestival gastiert zwischen dem 08.10 und dem 15.10.2015 in mehreren Kinos und Sälen der Münchener Altstadt. Unter den Locations des Festivals befindet sich das Filmmuseum, nahe des Viktualienmarktes, welches auf eine lange Historie in avantgardistischen Filmen zurückblicken kann. Das Museum besitzt durch sein Archiv mit mehr als 6.000 Filmkopien einen internationalen Ruf. Ein weiterer Aufführungsort ist das „Theatiner Filmkunst“ unterhalb der Feldherrnhalle, welches sich ebenfalls als Mini-Programmkino für Originalfassungen in München positioniert hat und seit 1957 besteht. Unter dem diesjährigen Motto: „Dokument und Experiment“ finden sich auch „hidden champions“ ein – namhafte Künstler wie z.B. John Smith und Nicolas Boone. Gezeigt werden Dokumentarfilme, welche bereichert werden durch eine künstlerische Ausweitung der klassischen dokumentarfilmischen Grenzen. Spielfilme, dokumentarisch erzählt und „Fake-Dokus“ – fiktional und pseudo-wissenschaftlich untermauert - hinterfragen die Validität echter Dokumentationen und ermöglichen die kreative Ausgestaltung. John Smiths Werke, darunter der bekannte Film: “The Girl Chewing Gum“, überzeichnen die Fähigkeiten von Sprache und zweifeln die Autorität in einer scheinbar schlüssigen Welt an. Nicolas Boone hingegen verfolgt mit seinem Film „Hillbrow“ die sozialen Spannungen in strukturschwachen Gegenden um Johannesburg und stellt sie fiktional-erzählend vor. Abbas Fahdel zeigt mit „Homeland (Irag Year Zero)“ in zwei Teilen (Pt.1: BEFORE THE FALL u. Pt.2: AFTER THE BATTLE) die direkte Einwirkung und den unterschwelligen Druck innerhalb seiner Familie in der Erwartung eines Krieges. „Favula“ von Raúl Perrone projiziert in der Retrospektive, in Verbindung mit der Ästhetik des Stummfilms, die Geschichte einer Frau, die im Dschungel von einer Familie aufgegriffen wird und mit Gefahren und Leidenschaften konfrontiert wird. Trotz internationalen Flairs, fokussiert sich das Festival auch auf die Nachwuchsförderung lokaler Produzenten, wie z.B. Melanie Jilg.

Ein Für und Für

Filme in der Vorreiterfunktion prägten immer wieder den „Mainstream“. Eine aktive „Untergrundszene“ ist für die Anreicherung der massentauglichen Filme von einer enormen Bedeutung. Gleichzeitig ist das Festival als Kritik zu verstehen; kleineren, kulturtragenden Filmen eine größere Bühne zu verschaffen, um sie in das Bewusstsein des Publikums zu rücken.

Sie wollen doch lieber...

ein paar Mainstream Filme sehen? Dann schauen Sie doch beim "Freiluft-Feeling – Kino am Olympiasee" vorbei, wenn es wieder soweit ist.

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