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Sprache im Job – "Du bist wie du sprichst.“

Sprache im Job

Gute Rhetorik ist nicht einfach.

Wenig Abwechslung bei der Wortwahl, immer wieder die gleichen Phrasen und gleichbleibende Intonation. Die Liste ist lang und oft bemerken wir gar nicht, dass wir viel mehr für unsere Rhetorik machen könnten. Das Verpacken unserer Botschaft - hübsch wie ein kleines Geschenk - will gelernt sein.

Charismatisch = kompetent

Menschen, die gut kommunizieren, werden häufig als sympathisch und kompetent eingeschätzt. Sie sind nicht nur in der Lage die Gespräche selbst zu steuern, sondern auch die Wahrnehmung des Gegenübers über sich zu beeinflussen. Für Führungskräfte ist die Stärkung des eigenen Charismas daher unverzichtbar, um die eigene Karriereleiter weiter zu erklimmen. Ausstrahlung ist hier das Zauberwort. Dazu gehört neben der äußeren Erscheinung auch die Stimme und Körpersprache. Was viele nicht wissen: Während bei den einen die charismatische Ausstrahlung bereits angeboren zu sein scheint, können andere diese im Coaching oder Seminar erlernen.

"Du bist wie du sprichst.“

Lange Gespräche und eine gute Menschenkenntnis sind nicht mehr nötig! – Zumindest theoretisch. Eine Aachener Firma hat vor kurzem ein Programm entwickelt, welches anhand von wenigen Sätzen die Psyche des Menschen entschlüsselt. Durch die virtuelle Analyse werden Auffälligkeiten hervorgehoben und mit rund 5.000 Sprachmustern verglichen. Das Computerprogramm erkennt somit die Zusammenhänge zwischen Psyche und Sprache.

Was im ersten Moment ziemlich gruselig klingt, kann in Zukunft die Suche nach geeigneten Arbeitnehmern revolutionieren. Personalerhaben damit die Möglichkeit, potentielle Mitarbeiter leichter einzuschätzen und die Bewerbungsphasen wesentlich abzukürzen.

Kommunikationstypen

Technik hin oder her. Bereits durch eine gute Beobachtung können wir unsere Mitmenschen selbst analysieren und in bestimmteKommunikationstypen einstufen. Welche es gibt und wie wir am besten mit ihnen umgehen – Hier im Überblick:

Die Analysten

Logisch strukturiertes Denken und hohe analytische Fähigkeiten zeichnen diesen Kommunikationstypen aus. Analysten sind in ihrer Kommunikation wie auch Denkweise sehr stringent und verzetteln sich selten in lange Monologe. Besonders in Konfliktsituationenstechen sie durch durchdachte Argumente hervor und haben meist die Oberhand. Sie lassen sich darüber hinaus selten von ihren Emotionen leiten, weshalb der ein oder andere sie als „unterkühlt“ bezeichnet.

Wie spreche ich mit einem Analysten?

Reden Sie Klartext. Analysten wollen keine versteckten Botschaften, sondern klare, sachliche (und vor allem fachliche) Aussagen. Verzichten Sie auf die emotionale Schiene. Mit ihr kann dieser Kommunikationstyp nur wenig anfangen, was aber nicht bedeutet, dass er unsensibel ist.

Die Sanften

Gute Zuhörer mit einem hohen Maß an Empathie. Die „Sanften“ weisen hervorragende Umgangsformen und Höflichkeiten auf, weshalb sie auch gerne als „gute Seele“ im Büro bezeichnet werden. Vorzugsweise wird dieser Kommunikationstyp im Bereich derKundenbetreuung eingesetzt, da sie den Umgang sehr gut beherrschen.

Worauf sollte ich bei der Kommunikation mit den Sanften achten?

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Gehen Sie auf den Sanften ein. Achten Sie besonders auf die Körpersprache und die Gestikwährend des Gesprächs. Darüber hinaus sollten Sie mit dem sanften Kommunikationstyp nicht ungeduldig werden oder ihn gar unter Druck setzen. Nutzen Sie besser die hohe Empathie Ihres Gegenübers und sprechen Sie mit ihm auf der emotionalen Ebene.

Die Mitteilungsbedürftigen

Redselig und oft mit einem kleinen Hang zur Selbstinszenierung. Sie haben die besten Geschichten parat und verwickeln ihre Kollegen in längere Gespräche. Die eigene Person steht dabei vorzugsweise im Mittelpunkt.

Wie reagiere ich besser bei den Mitteilungsbedürftigen?

Kennen Sie das auch? Man steht morgens vor der Kaffeemaschine und wartet auf den braunen Muntermacher. Wie aus dem Nichts erscheint ein Kollege und redet. - Redet. Redet. Redet... Der Kaffee wird so langsam kalt. Sich kurz und knapp verabschieden? Oder lieber doch das Gespräch weiterführen? Wer nicht zu unhöflich sein will, versucht es mit Ablenkung. Geben Sie Ihrem Kollegen entweder eine klare Aufgabe wie „Interessant, was Sie da erzählen. Können Sie mir einen Gefallen tun und den Ordner XY aus dem Schrank holen?“. Sie können sich auch der Situation elegant aus der Affäre ziehen indem Sie Ihrem Kollegen sagen: „Ich habe jetzt gerade viel zu tun. Sollen wir unser Gespräch auf die Mittagspause verlegen?“ Mit ein wenig Glück hat dieser das bis zum Mittag vergessen.

Die Zurückhaltenden

Ob Schüchternheit oder einfach geringeres Interesse – Die Zurückhaltenden nehmen bei Konversationen lieber den beobachtenden, stillen Part ein. Dies lässt sich nicht nur an dem geringen Redeanteil erkennen. Auch die Körperhaltung wirkt distanziert.

Wie motiviere ich die zurückhaltenden Typen zum Reden?

Beginnen Sie am Anfang des Gespräches mit leicht zu beantwortenden Fragen. Diese dienen zum „Aufwärmen“. Stärken Sie - wenn nötig - das Selbstbewusstsein des Zurückhaltenden und beziehen Sie ihn aktiv in die Konversation ein. Sofern es sinnvoll ist, kann auch ein Gespräch unter vier Augen helfen, um die Gründe für die Zurückhaltung zu erfahren.

Die Besserwisser

Ständige Verbesserungen, nervige Bemerkungen und ein leicht abfälliger Ton. Ja, dieser Kommunikationstyp hat es in sich. Dabei meinen sie es (meistens) gar nicht böse! Viel mehr möchten sie sich in das Gespräch einbringen und „gesehen“ werden. Bis auf wenige Ausnahmen lassen sich aber die Besserwisser gut kontrollieren. Mit einigen ganz einfachen Tricks.

Wie bremse ich einen Besserwisser?

Sie sitzen im Meeting und der Besserwisser fällt besonders durch seine Bemerkungen auf? Bremsen Sie seinen Eifer! Hierfür beziehen Sie mit der Gruppe Stellung zu einer von ihm gemachten Bemerkung. Es bleibt ihm häufig nichts anderes mehr übrig, als sich der Mehrheit zu beugen. Ein anderer Weg ist, die Bemerkung des Besserwissers zu ignorieren oder ihm durch Humor und ein kleinwenig Ironie zu kontern.


Ist Ihnen bei dem einen oder anderen Kommunikationstypen sofort ein Kollege eingefallen? Selbstverständlich gibt es noch weitere Typen und nicht jeder Mensch lässt sich in eine direkte Sparte zuordnen. Jedoch zeigt es sehr klar, dass Kommunikation,Sprachverhalten und Charakter unmittelbar miteinander verbunden sind.

Interne Kommunikation - mit Kollegen auf Augenhöhe

Nicht nur für das Betriebsklima ist eine reibungslose interne Kommunikation wichtig. Funktioniert die Absprache unter Mitarbeitern, Chefs und Kunden ohne Probleme, so trägt dies zum Unternehmenserfolg bei. Oft stoßen aber an dieser Stelle viele Vorgesetzte an ihre Grenzen. Was ist für eine erfolgreiche Kommunikation wichtig?Anpassungsfähigkeit wird in solchen Fällen gefordert. Eine verständliche Ausdrucksweise erleichtert sowohl die Kommunikation, als auch das gegenseitige Verständnis. Darüber hinaus ist es nützlich, rücksichtsvoll auf den Kommunikationsstil des Gesprächspartners einzugehen. Wir müssen uns bewusst machen, dass jeder einen eigenen Kommunikationsstil pflegt, welcher abhängig vom Charakter, persönlichem sowie kulturellem Hintergrund ist.

Beispiel:Im Gespräch mit einem kreativen Menschen ist mir aufgefallen, dass dieser gerne mal vom Thema abschweift. Er spinnt seine Gedanken weiter und entwickelt ganz nebenbei neue Lösungsansätze. Mit der Zeit habe ich gelernt, diese Ansätze geschickt herauszukristallisieren und durch gezieltes Nachfragen für realisierbare Lösungen zu nutzen.

Smalltalk – zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen

Jaja… Wie oft haben wir das schon gehört: „Guter Smalltalk ist die halbe Miete.“. Durch ihn schaffen wir eine angenehme Atmosphäre und erfahren mehr über mögliche Gemeinsamkeiten von unserem Gegenüber. Deswegen sollten wir Abstand davon nehmen, unseren Gesprächspartner „totzureden“. Interessierte Fragen und die Gelegenheit, von sich selbst zu erzählen sind hierfür notwendig. Antworten Sie nicht einsilbig, sondern so, dass sich das Gespräch weiterentwickeln kann. Sofern sich kurze Pauseergeben, nutzen Sie die Intervalle, um über interessante Punkte nachzudenken und diese beim weiteren Verlauf aufzugreifen. Lenken Sie das Gespräch in die von Ihnen gewünschte Richtung, indem Sie sinnvolle Überleitungen verwenden. Vermeiden Sie beim Smalltalk unbedingt kritische Themengebiete wie Politik, Religion, Geld usw. – Kurz gesagt Themen, die Ihren Gegenüber verletzen oder angreifen könnten. Darüber hinaus ist beim Smalltalk nicht nur der Inhalt wichtig. Achten Sie ebenso auf Ihre Körpersprache. Ein freundliches Lächeln, zugewandte Körperhaltung und dezentes Gestikulieren wirken sympathisch.

Kommunikation zwischen den Geschlechtern

Dass Männer und Frauen unterschiedlich kommunizieren ist allseits bekannt. Doch wo genau liegen die Unterschiede? In unserem Blogartikel: "Frauen und Männer im Beruf" verraten wir es Ihnen.

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