Blog

TOP News

Beitrag finden

Beliebte Beiträge

Museum Künstlerkolonie Mathildenhöhe

lego figuren

Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein – Großherzog von Hessen-Darmstadt – war der letzte seiner Art, denn er wurde prompt vom Arbeiterrat abgesetzt als er sich weigerte abzudanken.

Die Umbruchsstimmung der Nachkriegszeit war in vollem Gange 1918. Dennoch hinterließ der Großherzog ein wichtiges Erbe, das bis in die heutige Zeit reicht: Er gründete die „Künstlerkolonie Mathildenhöhe“.

Das Museum dazu befindet sich in dem Ende der achtziger Jahre rekonstruierten Ernst-Ludwig-Haus, welches das gemeinschaftliche Ateliergebäude der Künstlergruppe war und das erste Haus der Kolonie darstellt. Das Gebäude wurde ab 1900 nach den Plänen von Joseph Maria Olbrich, dem einzigen ausgebildeten Architekten und zentraler Figur der Künstlergruppe, anlässlich der Ausstellung "Ein Dokument Deutscher Kunst" (1901) errichtet. Das im Mai 1990 eröffnete Museum dokumentiert die 15-jährige Geschichte der Darmstädter Künstlergemeinschaft. Von 1899 – als der Großherzog anfing namhafte Künstler als Mäzen zu fördern – bis 1914 gibt sie einen Überblick über die Werke ihrer 23 Mitglieder.

Zurück ins 20. Jahrhundert

Aber wie haben die Künstler damals gelebt? Und in welcher Atmosphäre haben sie Inspiration gefunden und geschaffen? Zur Einführung wird der Besucher des Museums von einer Chronologie der einzelnen Mathildenhöhen Künstler begrüßt und betritt dann das kleine Museum im mittleren von drei Räumen. Die aus Holz gefertigte Innenausstattung eines Mathildenhöhenhauses aus dem Jahr 1908 versetzt Sie rasch an den Anfang des 20. Jahrhunderts! Zuvor war sie in den 1960er Jahren an ihrem Originalstandort herausgerissen worden, da man dort den Zustand von 1901 rekonstruieren wollte. Die weitere Ausstellung erstreckt sich über Exponate in den Räumen rechts und links. Hierbei handelt es sich um Möbel und andere Gebrauchsgegenstände, welche auf flachen Sockeln und Podesten frei im Raum stehen. Damit können die räumlichen Dimensionen der Wohnräume, für die die ausgestellten Möbel, Keramiken und Metallgegenstände erstellt wurden, nachempfunden werden.

Wer? Wann? Was?

Die verschiedenen Entwicklungsstufen der Kolonie werden durch Modelle abgebildet, welche sich ebenfalls in dem Raum befinden. Auch zu den Künstlern erfährt man etwas durch kurze Biografien, in denen auch die jeweiligen Werke vorgestellt werden.

Joseph Maria Olbrich z.B., war eines der Gründungsmitglieder der Kolonie und künstlerischer Leiter. Er entwarf einen Großteil der Gebäude und entwickelte die Symmetrie des Bebauungsplans. Über die Landesgrenzen hinaus wurde er durch seine beachtlichen Leistungen in der Architektur und dem Innenraum Design bekannt. Seine Beiträge zur Louisiana-Ausstellung in St. Louis machten einen so großen Eindruck, dass er – wahrscheinlich auf Veranlassung von Frank Lloyd Wright – korrespondierendes Mitglied des American Institute of Architects wurde. Trotzdem blieb er der Kolonie länger treu, als manch anderes Mitglied. Sein größtes Projekt wurde der Entwurf des Warenhaus Tietz in Düsseldorf. Kurz nach der Geburt seiner Tochter starb Joseph Maria Olbrich, im Alter von nur 40 Jahren, an Leukämie. Trotz seines recht kurzen Lebens hat er zahlreiche Gebäude gebaut, die man bis heute betrachten kann, wie z. B. den Hochzeitsturm oder das Prinzessinenhäuschen im Schloss Wolfsgarten.

Ihr TOP Tagungsteam wünscht Ihnen eine schöne Woche!

Gelesen 396 mal

TOP Tagungszentren AG

Emil-Figge-Strasse 43, 44227 Dortmund

Sie haben Fragen oder benötigen Beratung zu unserem Angebot? Zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Newsletteranmeldung

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok