Blog

TOP News

Beitrag finden

Beliebte Beiträge

Konfliktmanagement – Konflikte rechtzeitig erkennen und angehen

konflikt loesen ziegen kaempfen

Konflikte entstehen überall:

in der Familie, bei Gruppenaktivitäten und besonders oft im Job. Mal sind wir die Außenstehenden und beobachten die Situation, mal sind wir mitten drin. Aber wie kann man Konflikte vorbeugen, damit sie gar nicht erst entstehen?

Und wie kann man sie lösen, wenn sie bereits unausweichlich sind?

Der Konflikt

„Situation infolge des Aufeinanderprallens unterschiedlicher Interessen, Forderungen oder Meinungen.“

Jeder von uns verfolgt eigene Ziele und hat individuelle Interessen. Da kommt es schon mal vor, dass unterschiedliche Welten aufeinander prallen. Laut Wirtschaftswoche verursachen Konflikte jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Aber nicht nur auf die Unternehmen wirken sich Konflikte negativ aus, insbesondere leiden darunter die Mitarbeiter. Ungelöste Konflikte machen krank und können sich sogar zu Mobbing entwickeln. Das führt dazu, dass die Fehlzeiten steigen und Mitarbeiter sich im Inneren für eine Kündigung entscheiden. Dies kann ganze Abteilungen lähmen und im schlimmsten Fall sogar zu Sabotage verleiten.

Konfliktmanagement

Damit solche Situationen gar nicht erst eskalieren oder entstehen, ist es wichtig ein Konfliktmanagement zu haben. Auf diese Weise kann man feststellen, ob Konflikte vorliegen, wie man sie steuern und regeln oder wie man eine Eskalation verhindern kann.

Konflikte vorbeugen

Es gibt viele Dinge, die unter Kollegen und Mitarbeitern Konflikte auslösen können. Doch wie kann man bereits im Vorfeld ein Arbeitsklima schaffen, sodass Konflikte gar nicht erst entstehen?

Als Chef

  • Kein Besserwisser sein: Niemand kann alles wissen – auch der Chef nicht. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter also nicht dumm aussehen, nur weil sie etwas nicht wussten. Loben Sie sie lieber, wenn sie eine gute Arbeit erledigen.
  • Verantwortungsbereiche definieren: Damit man gar nicht erst in die Situation kommt, dass niemand weiß, wer für bestimmte Aufgaben verantwortlich ist, sollte dies klipp und klar an die Belegschaft kommuniziert werden. Ansonsten besteht hier Potenzial für unnötige Schuldzuweisungen.
  • Keine Launenhaftigkeit: Mal freundlich, mal cholerisch – kein Mitarbeiter hält das dauerhaft aus. Seien Sie gerecht und ehrlich. Das schafft Vertrauen und die Mitarbeiter fühlen sich im Umgang mit Ihnen sicher.
  • Ironie und Spott vermeiden: Niemand mag es, wenn man sich über ihn lustig macht. Solche Handlungen schaffen eine unangenehme Arbeitsatmosphäre. Sprechen Sie lieber ehrlich mit Ihren Mitarbeitern anstatt sie zu verletzen.

Als Mitarbeiter

  • Respekt groß schreiben: Begegnen Sie Ihren Kollegen mit Respekt. Jeder ist anders und jeder hat eigene Standpunkte und Interessen. Reden Sie nicht hinter dem Rücken anderer Kollegen über sie und stellen sie niemanden bloß.
  • Produktives Arbeitsverhältnis aufbauen: Versuchen Sie nicht durch Ihre Arbeitsweise anderen zu imponieren, sondern bauen Sie ein gesundes Arbeitsverhältnis zu den Kollegen auf. Ein gutes Miteinander ist wichtig für ein positives Arbeitsklima.
  • Offener Informationsaustausch: Seien Sie offen Ihren Kollegen gegenüber, wenn es um Ideen, Kritik oder Wissen geht. Ein offenes Ohrhat noch niemandem geschadet. Hauptsache Sie sind vorurteilsfrei.
  • Vertrauen und Verschwiegenheit: Nutzen Sie nicht das Vertrauen Ihrer Kollegen aus. Falls Sie Ihnen etwas über private oder berufliche Schwierigkeiten erzählen, ist Ihr Schweigen gefragt. Seien Sie behutsam, wenn es um private Informationen geht.

Konflikte lösen

Was aber, wenn es doch zu einem Konflikt kommt? Wenn Konflikte entstehen, ist es wichtig die Signale zu erkennen. So kann man schnell auf die Situation reagieren und den Konflikt bereits im Keim ersticken.

Signale erkennen

  • Mehr schreiben, weniger reden
    Die Mitarbeiten unterhalten sich weniger miteinander. Dafür schreibt man sich lieber E-Mails oder hinterlässt Notizen in den Akten. Der persönliche Kontakt erkaltet. Nicht einmal bei der Begegnung im Gang sagt man „Hallo“.
  • Negatives Gerede
    Man hört öfter negative Äußerungen. Es sind immer mehr Gerüchte im Umkreis und auch in der Öffentlichkeit bekommen Dritte negative Unterstellungen gegenüber Kollegen zu hören.
  • Man hört nicht zu
    Vielleicht spricht man noch miteinander, aber man hört einander nicht zu. Termine und Absprachen werden vernachlässigt und nicht eingehalten. Entscheidungen werden ignoriert oder blockiert.
  • Peinliches Schweigen
    In Meetings oder bei Terminen wird nicht mehr miteinander gesprochen. Nur eine Person spricht, während die anderen sich anschweigen. Es entstehen peinliche Pausen, in denen sich niemand zum Gesagten äußern will.
  • Keine Spur von Teamarbeit
    Jeder Mitarbeitet arbeitet für sich. Das Vertrauen in die anderen sinkt und man wird zum Einzelgänger. Außerdem ist keine Hilfsbereitschaft zu finden.
  • Grüppchenbildung
    Mitarbeiter tun sich zusammen und bilden Cliquen. Jedoch nicht, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, sondern um Meinungsfronten zu bilden.
  • Falsche Höflichkeit
    Die Mitarbeiter kommunizieren nur noch über Floskeln miteinander. Zum Schein tauscht man Nettigkeiten aus. Eine Verständigung findet jedoch nicht statt.

Technik zur Konfliktlösung

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Konflikte zu lösen. Wir stellen Ihnen eine Methode vor, die besonders hilfreich ist.

Das Harvard-Prinzip
Die Technik basiert auf einem Win-Win-Prinzip. Das Ziel ist es, für alle Beteiligten ein positives Ergebnis zu erzielen und die Qualität der persönlichen Beziehung der Parteien zu wahren. Bei der Anwendung muss man sich an vier Bedingungen halten:

  • Menschen und ihre Interessen getrennt voneinander behandeln
  • Sich auf die Interessen der Beteiligten konzentrieren, nicht auf ihre Positionen
  • Entscheidungs- bzw. Auswahlmöglichkeiten entwickeln
  • Auf objektive Beurteilungskriterien bestehen (gesetzliche Regelungen, ethische Normen)

Wenn Sie diese Bedingungen einhalten, können Sie den Konflikt neutral beurteilen und faire Entscheidungsalternativen anbieten. Auf diese Weise entsteht eine respektable Lösung, von der im Idealfall sogar beide Parteien profitieren können. Üben Sie bei Verhandlungen „aktives Zuhören“. Verschiedene Fragetechniken und die richtige Anwendung der Körpersprache helfen Ihnen, das Gespräch in die gewünschte Richtung zu lenken. Versuchen Sie der jeweils anderen Partei die Gefühle der anderen Seite klarzumachen und Empathie hervorzurufen.

Ende gut, alles gut

Ob Sie nun als Beobachter agieren oder mitten drin sind, denken Sie daran: Es gibt nicht nur konfliktscheu oder streitlustig. Es gibt auch konfliktfähig! Aggressionen, die bei Unstimmigkeiten entstehen, sind auch nur Energien. Leiten Sie sie positiv um! Stecken Sie diese Energienbeispielsweise in Ihre Arbeit. Konflikte helfen aber auch sich von altem zu lösen. Eventuell sind bestimmte Regelungen und Konzepte nicht mehr aktuell und sollten überdacht werden. Jeder Mensch ist verschieden und diese Unterschiede sind lebensnotwedig. Durch die Arbeit an Differenzen bereichern wir unser Leben und entwickeln uns weiter. Versuchen Sie also weder den Kopf in den Sand zu stecken, noch Ihren Ärger an jemandem rauszulassen. Holen Sie das Beste aus der Situation raus!

Gelesen 441 mal

TOP Tagungszentren AG

Emil-Figge-Strasse 43, 44227 Dortmund

Sie haben Fragen oder benötigen Beratung zu unserem Angebot? Zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok