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4 Situationen & 8 Reaktionen – Frauen und Männer im Job

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Büroalltag...

...heißt nicht nur von montags bis freitags vorm Schreibtisch sitzen, Rechnungen schreiben und die Ablage abarbeiten.

Häufig wird die Arbeitszeit ebenso mit wichtigen Terminen, Mitarbeitermeetings sowie Seminaren oder Tagungen gefüllt. Der Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden will gelernt sein. Hier lassen sich interessante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen.

Situation 1 – Während des Meetings

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Alle Beteiligten haben ihre Plätze eingenommen. Der Chef erklärt, was auf der Agenda steht und prompt meldet sich der erste Kollege zu Wort. Er redet und redet. So langsam schaut der Chef abwesend und gelangweilt in die Runde. Dann plötzlich wird der Redende von einem anderen Kollegen unterbrochen. Nun stellt dieser seinen Vorschlag vor. Unser Chef ist überzeugt. Mehr noch – Er ist begeistert. Was kaum einer wusste: Der Vorschlag stammt eigentlich von der neuen Kollegin, die schon eher die zündende Idee hatte und diese in bereits vor ihm in die Runge gesagt hatte. Jedoch wurde ihr nicht zugehört.

Hierarchische und non-hierarchische Kommunikation

Frauen sind nach dem Prinzip der non-hierarchischen Kommunikation sozialisiert worden. Jeder Gesprächspartner ist bei ihnen auf Augenhöhe, wohingegen bei Männern die Hierarchie eine zentrale Rolle spielt. Der Ranghöhere besitzt den höchsten Redeanteil und ist ebenso auch derjenige, der den Dialog leitet.

Was hätten beide Geschlechter besser machen können?

Zunächst hätte unsere Kollegin ihren Vorschlag nicht in die Runde (an jeden adressiert) nennen sollen. Kommunikationsversuche von Rangniedrigeren werden von Chefs nämlich kaum bis gar nicht wahrgenommen. Viel besser wäre es gewesen, wenn die Kollegin ihren Vorredner höflich unterbrochen und sich mit direkten Augenkontakt sowie einer genauer Ansprache an den Chef gewendet hätte. „Herr Müller, was halten Sie davon, wenn …“ – Warum das funktioniert? Die Kollegin hat auf diese Weise die volle Aufmerksamkeit des Vorgesetzten sowie der anderen Beteiligten. Präzise Angaben und klare Formulierungen sind optimal, um sich beim Chef Gehör zu verschaffen. Unser erste Kollege wiederum wäre bestens beraten gewesen, wenn er sich mehr um das aktive Zuhören gekümmert hätte. Das haben zum Beispiel Frauen den Männern voraus, ist es doch eine der Kernkompetenzen des weiblichen Geschlechts.

Situation 2 – Im Büro

Die Kollegin will drucken, jedoch funktioniert das Gerät nicht wie gewollt. „Die Patronen im Drucker sind anscheinend leer.“ – Keine Reaktion von den männlichen Arbeitskollegen, während die weiblichen Angestellten sofort aufspringen und die Patronen austauschen.

Warum ist das so?

Bei Männern kommen solche versteckten Aufforderungen nicht an. Das ist allerdings keine böswillige Absicht. Viel mehr benötigen sie klare Anweisungen, die sie zum Handeln animieren. Unsere Kollegin hätte deswegen mit der einfachen Bitte „Frank, kannst mir bitte die Patronen beim Drucker auswechseln?“ viel mehr erreichen können. Klingt simpel, nicht wahr?

Situation 3 – Terminierungen

Versetzen Sie sich in folgende Situation: Für einen wichtigen Kunden soll demnächst eine Präsentation abgehalten werden. Sie wollen Ihr vierköpfiges Team zu einem Meeting zusammenfinden lassen, jedoch erhalten Sie auf Ihre Frage „Sollten wir nicht mal wieder ein Meeting einberufen? Ich habe da etwas für den Kunden XY.“ – Keine direkte Reaktion. Lag das am mangelnden Interesse?

Zu viel Höflichkeit im Umgang mit Männern bringt nichts

Natürlich sollten Sie nicht die gängigen Höflichkeiten vollkommen vergessen. Jedoch neigen Frauen häufiger dazu, viel zu höflich zu sein. Im Umgang mit männlichen Kollegen ist das ein Fehler. Besser wäre daher gewesen: „Am Donnerstag wird um 16 Uhr ein Meeting für den Kunden XY abgehalten. Passt es zeitlich?“ Durch die fehlende Verwendung des Konjunktivs wird somit weniger beziehungsorientiert gesprochen und mehr auf der lösungsorientierten Ebene. Perfekt für unsere männlichen Mitstreiter!

Situation 4 – Teamarbeit vs. Wettbewerb

Last, but not least: Eine weibliche Mitarbeiterin und ihr Arbeitskollege werden beide zum Chef gerufen. Ihnen wird mitgeteilt, dass beide für denselben Kunden arbeiten und in der folgenden Woche zwei Konzeptvorschläge für diesen vorstellen sollen. Nachdem alle Formalien geklärt sind, verlassen beide den Raum. Mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Bearbeitung der Aufgabe.

Bei einem Laborexperiment luden die zwei Ökonomen Peter Kuhn und Marie-Claire Villeval 174 Studenten zu einem Versuch ein. Die Probanden mussten bei dem Versuch vier Minuten lang am PC ausgeschriebene Zahlen in Nummern übertragen. Je mehr Zahlen sie übertragen konnten, desto besser wurden sie dafür bezahlt. Hierbei teilten sie sich den Versuchsraum mit einem weiteren Teilnehmer und konnten zuvor wählen, ob sie die Aufgabe allein oder zu zweit bewältigen wollten. Dementsprechend wurde auch die Bezahlung komplett oder anteilig geregelt.

Das Ergebnis: Männer entschieden sich häufiger für die Bezahlung nach der Einzelleistung. Gründe waren hierbei die Sorge, dass der Partner nicht so hart arbeiten würde oder nicht gut in der Aufgabe sei. Die weiblichen Probandinnen wählten dagegen häufiger die Gruppenarbeit, da sie ihren Partner besser einschätzten. Folglich schlossen die beiden Studienautoren aus dem Experiment, dass Frauen lieber in Teams arbeiten, während Männer hingegen den Wettbewerb bevorzugen.

Was lernen wir daraus?

Ständiger Wettbewerb ist nicht förderlich. Besonders bei Teamarbeit sollten die Herren der Schöpfung häufiger die Ellenbogen einpacken und mehr Teamplayer sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Arbeitsergebnis dadurch besser ausfällt ist dann ebenso höher.

Unser Fazit:

Missverständnisse und Kommunikationsprobleme im Büroalltag müssen nicht sein. Hierfür reicht als erster Schritt bereits aus, wenn beide Geschlechter erkennen, dass sie eine unterschiedliche Sprache sprechen. Besteht die Bereitschaft die Regeln sowie Kniffe des anderen Kommunikationssystems zu erkennen und zu erlernen, erleichtert das den Büroalltag um ein Vielfaches.

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