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Bürokrankheiten – Und woran leiden Sie?

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Früher Grippe und Angina – Heute Rückenbeschwerden und RSI-Syndrom

Dass der Büroalltag durchaus krank machen kann, ist keine Neuigkeit. Der Stress, die einseitige körperliche Belastung und die abwechslungsarme Arbeit – Alles Faktoren, die uns Angestellten auf kurz oder lang schaden. Doch dem können Sie entgegenwirken. Und das bereits mit ein paar kleinen Änderungen Ihrer Gewohnheiten.

Die Bürokrankheiten des 21. Jahrhunderts

Rückenbeschwerden

Einer der häufigsten Gründe für Krankschreibungen im Büroalltag sind Rückenbeschwerden. Seien es Schmerzen im Rücken,Nacken- oder Schulterbereich – In den meisten Fällen ist der Grund hierfür eine Entzündung des Muskels. Auslöser für die Beschwerden ist eine falsche Sitzhaltung, mangelnde Bewegung und folglich die einseitige Belastung des Körpers. An dem Spruch: „ Wer länger sitzt ist früher tot.“ Ist demnach etwas Wahres dran.

Dabei können Sie Rückenbeschwerden so einfach vorbeugen:

Beginnen Sie im besten Fall bereits an Ihrem Arbeitsplatz. Ein ergonomischer Bürostuhl, der sich individuell an Ihren Körper anpassen lässt, ist schon die halbe Miete. Zudem sollten Sie überlegen, in einen höhenverstellbaren Schreibtisch zu investieren. Auf diese Weise können Sie den Arbeitstag sowohl im Sitzen, als auch im Stehen absolvieren. Günstige Modelle finden Sie bereits ab 500 Euro bei großen Möbelhäusern. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen, einige Aufgaben stehend zu bearbeiten. Sei es das Telefonieren oder ein Meeting – Einige Dinge lassen sich problemlos abseits des Schreibtisches erledigen.

Allerdings gibt es nur ein Mittel, welches Sie langfristig vor Rückenbeschwerden schützt: Regelmäßiger Sport. Experten raten hierbei zu Sportarten wie Wandern, Nordic Walking, Jogging, Schwimmen oder Tanzen, um die einseitige Belastung auszugleichen.

(Spannungs-)Kopfschmerzen

Der Schädel brummt, Konzentrationsfähigkeit schwindet und die Schmerzen scheinen überhaupt kein Ende zu nehmen. Kopfschmerzen sind ein anerkannter Grund für Krankschreibungen, da sie zum einen die Arbeitsfähigkeit behindert und zum anderen unter Stress nicht vernünftig ausheilen können. Grund können beispielsweise Verspannungen im Nacken sein, welche nach oben wandern und sich mit der Zeit zu den lästigen Kopfschmerzen entwickeln. Aber auch zu lange Arbeiten am PC-Monitor können der Auslöser sein.

Und so beugen Sie dem Kopfschmerz vor:

Machen Sie regelmäßige Pausen. Wenn möglich, dann für kurze Spaziergänge an der frischen Luft. Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Passen Sie zudem das Büroklima an – Die Temperatur sollte für einen kopfschmerzfreien Arbeitstag zwischen 19 und 23 Grad liegen, ausreichend beleuchtet sein und letztendlich regelmäßig gelüftet werden.

Augenprobleme

Nicht nur Kopfschmerzen sind das Resultat von der überwiegenden Arbeit am PC. Auch langfristige Augenprobleme sind im Büroalltag keine Seltenheit. Erste Anzeichen sind dabei Brennen, Jucken und Erröten des Sehorgans. Tritt dies regelmäßig auf, so ist der Gang zum Augenarzt notwendig.

Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihren Augen immer wieder Pausen von der Bildschirmarbeit einräumen. Schauen Sie für ein paar Minuten aus dem Fenster, um zu entspannen. Achten Sie darüber hinaus auf die Luftfeuchtigkeit im Büro. Besonders jetzt in der Winterzeit verursacht die Heizungsluft trockene sowie gereizte Augen.

Schlafstörungen

Haben Sie Schwierigkeiten ein- oder durchzuschlafen? Kreisen Ihre Gedanken abends immer wieder um Ihren Job? Fühlen Sie sich morgens wie gerädert? Schuld daran kann die ständige Erreichbarkeit sein. Schnell vor dem Zubettgehen die E-Mails checken und beantworten, auch nach Feierabend Telefonate von Kollegen oder Vorgesetzten annehmen – All das lässt uns nicht abschalten. Hinzukommend klagen viele Arbeitnehmer von dem vorherrschenden Leistungsdruck, der sie auch in ihrer Freizeit zu begleiten scheint. All das zählt zu den Faktoren, warum wir zu viel über unseren Job nachdenken. Das Resultat: ernsthafte Schlafstörungen, die folglich auch unsere Produktivität beeinflussen.

Geben Sie Schlafstörungen keine Chance:

Schaffen Sie zwischen Ihrem Berufs- und Privatleben klare Grenzen. Sobald Sie in den wohlverdienten Feierabend gehen, schalten Sie Ihr Diensttelefon (wenn möglich) komplett aus. Vermeiden Sie den Blick in Ihre E-Mails und nutzen Sie die arbeitsfreie Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Erlernen Sie Entspannungstechniken, welche Sie an stressigen Tagen anwenden. Zusätzlich können spezielle „ Feierabend-Rituale“ helfen den Arbeitstag abzuschließen. Sei es das tägliche Aufräumen des Schreibtisches oder das Verabschieden von Kollegen – Auf diese Weise stellt sich Ihr Unterbewusstsein von Job auf Privatleben um. Zudem raten wir Ihnen auf den gleichen Tages-und-Nacht-Rhythmus zu achten. Gehen Sie auch am Wochenende zur selben Zeit ins Bett und stehen Sie genauso morgens zum gleichen Zeitpunkt wieder auf.

Karpaltunnelsyndrom

Es beginnt mit einem Kribbeln in den Fingern sowie dem Arm. Danach folgt Taubheit und anschließend Schmerzen in Handgelenk und Handballen. Nachts tritt das Karpaltunnelsyndrom besonders stark auf. Wenn dann nichts dagegen unternommen wird, droht im schlechtesten Fall eine Arbeitsunfähigkeit. Auslöser für das Syndrom ist ein durch die Arbeit am PC entzündeter Sehnenkanal, welcher sich von der Hand bis in den Unterarm erstreckt.

Wie Sie im Alltag vorbeugen:

Strecken Sie Ihre Armmuskeln während der Computerarbeit immer wieder aus. Besonders, wenn Sie erste Müdigkeitserscheinungen spüren, ist eine Pause angebracht. In punkto Ernährung sollten unbedingt gesunde Omega-3-Fettsäuren auf dem Ernährungsplan stehen, welche zum Beispiel in Fisch und Leinsamen zu finden sind. Des Weiteren kann durch eine ergonomische Büroausstattung dem Gang zum Arzt vorgebeugt werden. Im besten Fall schaffen Sie sich hierfür eine geteilte Tastatur wie auch eine spezielle Maus für den täglichen Gebrauch an. Sollten dennoch bei Ihnen Symptome auftreten, legen Sie zwischendurch ein Kühlpack auf Ihr Handgelenk. Auch von Ihrem Hausarzt empfohlene Handgelenkschienen sorgen für Schmerzlinderung. Helfen einfach Mittel nicht mehr, so ist ein Arztbesuch notwendig.

RSI-Syndrom

… ist die Abkürzung für Repetitive Strain Injury Syndrom (oder auch Mausarm genannt) und bezeichnet die Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Nerven. Ebenso wie beim Karpaltunnelsyndrom ist häufig die einseitige Belastung des Arms Schuld an den Beschwerden. Allerdings strahl beim Mausarm der Schmerz weiter nach oben, sodass Schulter und Nacken betroffen sind.

Schützen Sie sich vor dem RSI-Syndrom:

Mithilfe von Dehnübungen entlasten Sie Ihre Hand im Alltag. Dabei wird die Hand zur Faust geballt, danach die Finger gespreizt und die Bewegung anschließend wiederholt. Darüber hinaus ist es ratsam bei langer Tätigkeit am Rechner mit der anderen Hand weiterzuarbeiten. Ebenso wie beim Karpaltunnelsyndrom sollten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes achten.

Bereits durch die Änderung kleinerer Gewohnheiten lassen sich die meisten Bürokrankheiten umgehen. Auch Arbeitnehmer sollten sich dessen bewusst sein und auf eine passende Ausstattung der Büroräumlichkeiten achten. Denn nur auf diese Weise lässt sich die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig schützen. Und wenn wir eins gelernt haben, dann ist nur ein gesunder Mitarbeiter ein zufriedener Mitarbeiter.

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