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Kaffeepause ist nicht gleich Kaffeepause

Ein wunderbarer Geruch zieht durch die Wohnung ...

…wenn am Wochenende morgens der Kaffee frisch aufgebrüht wird und sein Duft die Nase umschmeichelt. So lockt er zum Frühstück! Und an anderen Tagen ist er einfach der Muntermacher, den man braucht, um die tägliche Arbeit konzentriert angehen und bewältigen zu können. Von der ersten Tasse vor der Fahrt zur Firma bis zum letzten Schluck am Ende des Meetings kurz vor Feierabend.

Da kommt eine ganze Menge zusammen, so übers Jahr: Laut Statistik lag der Kaffeekonsum in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 pro Kopf bei rund 168 Litern und damit bei rund 5,4 kg pro Person. Mit dieser Menge nehmen wir weltweit allerdings nur Platz 11 ein: Luxemburg ist mit gut 11 kg Spitzenreiter, die Niederlande und Skandinavien – Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark – kommen auf Werte zwischen 7 und 9 kg Kaffee und Österreich als Land, das für seine Kaffeehauskultur bekannt ist, auf rund 6 kg – vergleichbar mit Kanada und dem Libanon.

Kaffee – nur Muntermacher oder mehr?

Kaffee macht wach, das ist Allgemeinwissen. Aber was passiert dabei genau – und welche Wirkungen hat er noch?

Eigentlich gehört Kaffee in die Drogerie oder Apotheke, denn er hat pharmakologische Wirkung. Er regt den Kreislauf an, indem er die Gefäße erweitert und den Puls erhöht; genau auf diese Weise kommen wir morgens in Schwung. Besonders wertvoll machen das koffeinhaltige Heißgetränk jedoch seine Antioxidantien. Sie sollen gut gegen Kopfschmerzen und Asthma helfen und sogar vorbeugend bei Diabetes, Parkinson und Alzheimer wirken! Außerdem steigert Kaffee auch die Gedächtnisleistung: Laut einer Studie an der John Hopkins University konnten sich Studierende, die beim Lernen Kaffee tranken, besser an den Stoff erinnern.

Kaffeepause optimal nutzen

Kaffee gehört für die meisten zum Arbeitsalltag. Während der normalen Tätigkeiten, in Meetings, nach dem Mittagessen – und in der gemeinsamen Kaffeepause „zwischendurch“. Diese Pausen sind wichtig für die Entspannung und den gegenseitigen informellen Austausch – wie in unserem Artikel Der perfekte Arbeitstag beschrieben. Unsere europäischen Freunde aus Frankreich und Italien gehen da mit gutem Beispiel voran, denn dort ist der Kaffeeautomat der abteilungsübergreifende Treffpunkt für einen regen Informationsaustausch!

Die Kaffeepause kann genutzt werden, um Fragestellungen aufzuwerfen, Probleme zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu machen. Und das alles hierarchie- und abteilungsunabhängig. Hier treffen Köpfe und Ideen aufeinander, die sich sonst nicht gefunden hätten – hier entsteht etwas Neues! Man bekommt einen neuen Blickwinkel aufgezeigt, erfährt mehr über Prozesse und Funktionen und lernt, neue Wege zu gehen. Die ungezwungene Atmosphäre lässt die Kreativität sprießen.

Netzwerken in der Kaffeepause

Beim Kaffeetrinken und Plaudern kommen wir jedoch nicht nur auf tolle Ideen, sondern bauen auch neue Beziehungen auf – wir netzwerken. Aber lohnt sich das? Immer! Schließlich hat Vitamin B noch niemandem geschadet. Und gerade im Job kann Netzwerken karrierefördernd sein: Ob Sie nun mit Ihren Lieferanten und Kunden plaudern oder jemanden aus einer höheren Hierarchiestufe ansprechen – es öffnen sich stets neue Türen!

Aber wie funktioniert denn das Netzwerken eigentlich, wie fängt man an? Drei Aspekte sind dabei entscheidend:

  • Ein Ziel haben
    Überlegen Sie sich, welche Erwartungen Sie an Ihre Kontakte haben. Sobald Sie das wissen, können Sie das Gespräch in die richtige Richtung lenken.
  • Geben und nehmen
    Beim Netzwerken geht es um Informations- und Wissensaustausch. Seien Sie der Erste, der Ihrem Gesprächspartner etwas an die Hand gibt, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. So fasst er zu Ihnen Vertrauen und merkt, dass Sie ein wertvoller Kontakt sind. Im Gegenzug bekommen Sie dann auch etwas zurück.
  • Körpersprache
    Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Halten Sie stets den Blickkontakt. Spiegeln Sie die Körpersprache Ihres Gesprächspartners. Auf diese Weise wird er unbewusst Sympathien für Sie entwickeln. Und: Das Lächeln nicht vergessen!

Kaffee als Wegbereiter

Die gemeinsame Tasse Kaffee bringt Menschen zusammen und zeigt ihnen ungeahnte Möglichkeiten auf. Der Kaffee selbst kann als Thema zum Einstieg in ein wertvolles Gespräch genutzt werden – „Schön stark heute“ –, die eigenen Befindlichkeiten können es sein – „Ab mittags trinke ich keinen Kaffee mehr, sonst kann ich abends nicht einschlafen“ – oder der Kaffee ist Aufhänger: „Sie sieht man aber selten hier – ist der Kaffee in Ihrer Abteilung nicht so gut? Apropos Abteilung: ...“

Also: Machen Sie sich auf den Weg in den Pausenraum und schauen Sie, wen Sie dort beim Kaffeetrinken treffen. Und Sie werden merken, dass das Getränk Ihnen noch ganz andere Türen öffnen wird. Ob Sie sich nun aktiv an Gesprächen beteiligen oder einfach nur zuhören – Sie werden auf jeden Fall nicht mit leeren Händen an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren!