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Vortragsarten

Die Vielfalt des Vortrags

Worin unterscheiden sich Ansprache, Rede, Vortrag, Referat und Präsentation? Und: Ist es wirklich wichtig zu wissen, welche Art von Vortrag gehalten werden soll? Wir sagen: Ja! Denn je nach Anlass und Ziel unterscheiden sich die Darbietungen in Form und Stil.

Sobald Sie wissen, welche Kriterien erfüllt werden müssen, können Sie sich auf diese bestmöglich einstellen. Das Ergebnis ist dann kein langatmiger Monolog, sondern ein Auftritt, der Ihren Zuhörern den größtmöglichen Mehrwert bietet.

Dabei sollten Sie die alte Weisheit guter Redner im Hinterkopf behalten: „Man kann über alles sprechen – nur nicht über 20 Minuten.“

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

„Was halte ich denn überhaupt? Ist es eine Rede oder Ansprache, ein Vortrag, ein Referat oder doch eine Präsentation?“ – Um diese Frage beantworten zu können, ist es notwendig, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszustellen.

Eine Ansprache ist eine gehobene Form der Rede. Gehalten wird sie meist zu einem besonderen Anlass vor einem großen Publikum, da sie inhaltlich oft von großer Tragweite ist. Die vortragende Person bekleidet in der Regel ein herausgehobenes Amt, etwa im politischen Leben. Typische Ansprachen sind die von Bundespräsident oder Bundeskanzlerin zu Weihnachten oder Neujahr.

Eine Rede kann gehalten werden, um in einem kleineren Kreis einen besonderen Rahmen zu schaffen – etwa bei der Einweihung einer Schule oder der Ehrung einer besonders verdienten Person. Ziel kann dabei sein, zurückblickend ein Resümee zu ziehen oder vorausschauend ein positives Szenario zu entwerfen. Zu den bekanntesten Reden gehört „I Have A Dream“ von Dr. Martin Luther King Jr. Ein anderer Anlass ist die Rede als Diskussionsbeitrag, etwa im Bundestag. Das Ziel ist dann, die Zuhörerschaft von etwas zu überzeugen, anzuregen oder mitzureißen. Nur die wenigstens Reden sind spontan oder werden frei gehalten – meist wird ein vorgefertigter Text abgelesen, was dem Vortrag die Lebendigkeit nimmt und dem Publikum die Begeisterung für das Thema nimmt – insbesondere dann, wenn ein solcher Monolog auch noch (gefühlt) Stunden dauert. Empfohlen wird, nicht länger als 18 Minuten zu reden, da andernfalls die Konzentration des Publikums auf den Nullpunkt sinkt.

Ein Vortrag – eine Keynote auf einer Konferenz gehört beispielsweise dazu – gibt Auskunft über ein bestimmtes Thema oder Themengebiet und betrachtet dieses aus verschiedenen Blickwinkeln. Er wird häufig als Rede bezeichnet, da eben eine Person redet. Dabei sind die Übergänge fließend: Bei einem Vortrag können etwa Vorstandsvorsitzende von börsennotierten Konzernen auf der Jahreshauptversammlung vor den Anteilseignern die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres, den Ist-Zustand und geplante Neuerungen, Maßnahmen und Entwicklungen vorstellen. Der Vortrag ist dann inhaltlich mit Fakten unterlegt – wie eine Präsentation –, soll aber gleichzeitig die eigenen Aktivitäten in ein positives Licht rücken und Perspektiven aufzeigen – wie eine Rede.

Ein Referat – im Studium oft auch Seminarvortrag genannt – dient im Gegensatz zu einer Rede zum reinen Wissenstransfer. Dahinter steht nicht die Intention, zu überzeugen oder bestimmte Denkweisen anzuregen. In der anschließenden Diskussion mit Experten können sich aber neue Ansätze und Einsichten ergeben. Grundvoraussetzung für ein gelungenes Referat ist eine klare Struktur, welche die Informationsvermittlung ermöglicht.

Eine Präsentation ist schlicht eine Vorstellung. Vorgestellt werden Ergebnisse ebenso wie Produkte, in kleinem wie in großem Rahmen. Präsentiert werden können Resultate in der eigenen Arbeitsgruppe oder im Projektteam ebenso wie als Konferenzbeitrag bei einem internationalen Symposium. Das Publikum bei einer Produktpräsentation kann die Führungsriege des Kunden als Auftraggeber oder aber die staunende Öffentlichkeit auf einer Messe sein. Der Begriff „Präsentation“ wird aber auch noch in einer zweiten Bedeutung genutzt, nämlich als das Material, das beim Vortrag eingesetzt wird. Zu diesen Unterlagen gehören beispielweise die erstellten PowerPoint-Folien, vorbereitete Dias und Videos oder die Keynote-Datei.

Fazit

Mit den verschiedenen Vortragsarten verfolgen Sie unterschiedliche Ziele. Machen Sie sich daher bereits im Vorfeld Gedanken, was Sie bei Ihren Zuhörern erreichen wollen und welche Ziele Sie verfolgen. Passen Sie Ihren Vortrag an Ihr Publikum an und glänzen Sie mit einer mitreißenden Rhetorik.

In unserem Blogartikel „Der Dreiklang für einen perfekten Vortrag: Körper – Stimme – Story“ erfahren Sie, auf welche Details Sie in punkto Körpersprache, Stimme sowie Haltung achten sollten. Und im Blog „Lampenfieber? So gehen Profis damit um! erhalten Sie Tipps zum Umgang mit Nervosität.