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Acht Bürotypen und der Umgang mit ihnen

Mehr als 17 Millionen Deutsche arbeiten im Büro.

Im Laufe unseres Lebens verbringen wir hier mehr Zeit als anderswo. 

Jeder Betrieb gleicht einem eigenen kleinen Universum mit ganz eigenen Regeln, Strukturen, Hierarchien und Unternehmenskulturen. In diesem sozialen Lebensraum tummeln sich Tag für Tag die verschiedensten Bürotypen. Mit einigen kommen wir auf Anhieb gut aus, andere meiden wir von Anfang an oder wissen nicht so recht, wie wir mit ihnen umgehen sollen.

Für Sie haben wir ein paar typische Bürotypen herausgesucht. Wobei wir die Typen hier der Einfachheit halber immer in männlicher Form beschreiben – selbstverständlich gibt es aber jeden Typen genauso in weiblicher Form.

Bürotypen, die jeder kennt

Der Zweifler

Egal welches Projekt ansteht oder welche wichtigen Entscheidungen getroffen werden müssen – der Zweifler hat immer Bedenken, welche er auch permanent äußert. Er wittert überall Probleme und trifft deshalb nur sehr schwer finale Entscheidungen. Woran das liegt? Meistens hat der Zweifler Angst, dass etwas schiefgehen könnte. Im Team ist er in der Regel der, der bei Neuerungen eher „auf der Bremse“ steht.

So gehen Sie mit dem Zweifler um
Ignorieren Sie den Zweifler nicht! Manchmal sieht dieser Bürotyp Probleme, welche zu Beginn sonst niemandem aufgefallen. Durch seine Bedenken lassen sich oft Fehlentscheidungen vermeiden und mögliche Hindernisse im Vorfeld besser aus dem Weg räumen. Dennoch müssen Sie wissen, wann Schluss mit dem permanenten Zweifeln ist, damit Sie und Ihr Team sich nicht in zeitintensiven „Worst-Case-Szenarien“ verstricken.

Das Urgestein

Dieser Arbeitskollege ist schon lange im Unternehmen und weiß genau „wie der Hase läuft“. Mit den Kunden ist er per Du und ihm wird vom Umfeld Respekt und Wertschätzung entgegengebracht. Das Urgestein kennt seinen Wert sowie seine Position im Unternehmen. Durch seine langjährige Tätigkeit ist er zudem besonders bei Entscheidungsträgern ein wichtiger Indikator.

So gehen Sie mit dem Urgestein um
Halten Sie Kontakt mit diesem Typen, denn von ihm können Sie viel lernen. Sie sollten jedoch beachten: Teilweise nimmt dieser Bürotyp eine eher konservative Haltung gegenüber Neuem ein. Vor allem bei Veränderungen werden neue Handlungsmöglichkeiten mit dem Spruch „Das wurde schon immer so gemacht.“ abgeschmettert. Verwenden Sie daher Ihre Ressourcen nicht in Diskussionen, sondern versuchen Sie, durch eine diplomatische Haltung mit dem Urgestein einen gesunden Kompromiss auszuhandeln.

Der Launische

Sie kennen ihn bestimmt – den Kollegen, der ohne ersichtlichen Grund schlecht gelaunt bei der Arbeit erscheint. Er ist permanent gereizt und reagiert nicht auf nette Gesten oder Höflichkeiten. Meist lebt er in seiner eigenen Welt und distanziert sich weitgehend vom sozialen Leben.  Doch ist dieser Typ oft ein stiller Arbeiter, der gewissenhaft seine Aufgaben erledigt und ein großer Gewinn für das Team sein kann.

So gehen Sie mit dem Launischen um
Nehmen Sie die schlechte Laune nicht persönlich. Häufig liegt es nicht an Ihnen, wenn dieser Bürotyp genervt oder unfreundlich reagiert. Lassen Sie sich aber auch nicht alles gefallen und weisen Sie den Launischen auch mal in seine Schranken, sobald Grenzen überschritten werden.

Der Tratschonkel

Bei Männern und Frauen weit verbreitet sind diese Typen, die sich gerne am „Flurfunk“ beteiligt. Tratschonkel oder Tratschtanten kennen alle Gerüchte, welche derzeit im Unternehmen im Umlauf sind und können Ihnen zu jedem Kollegen „interessante Geschichten“ erzählen. Ihre Lieblingsfloskel: „Hast du schon gehört, dass …?“

So gehen Sie mit dem Tratschtonkel um
Vorsicht im Umgang mit diesem Typen – versuchen Sie, den Tratschonkel eher zu meiden. Dieser Typ ist ein „Zeitfresser“ und seine Geschichten sind meistens subjektiv. Versuchen Sie, dem Klatsch und Tratsch aus dem Weg zu gehen und diesem Bürotypen mit höflicher Distanz zu begegnen. Auf diese Weise halten Sie das Risiko gering, selbst zum Flurfunk-Thema zu werden.

Der Komiker

Immer einen witzigen Spruch auf Lager, stets gut gelaunt und eindeutig das pure Gegenteil vom Launischen. Der Komiker bringt immer die gute Laune ins Büro. An sich ist er ein sehr angenehmer Zeitgenosse, welcher allerdings nicht immer weiß, an welchem Punkt Ernsthaftigkeit angebracht ist. Besonders in solchen Situationen können Kollegen und Vorgesetzte schnell genervt von diesem Typen sein.

So gehen Sie mit dem Komiker um
Bis zu einem gewissen Grad sind die Sprüche des Komikers tragbar und können zur guten Stimmung im Büro beitragen. Oft ist es sogar hilfreich, wenn ein gutgelaunter Kollege das Team immer wieder zum Lachen bringen kann. Ist es allerdings zu viel des Guten, so sollten Sie ihn dezent darauf hinweisen, dass mehr Professionalität in dieser Situation angebracht ist. Auch ein persönliches Gespräch unter vier Augen kann hier sinnvoll sein.

Der Chaot

Bereits der Schreibtisch dieses Bürotypen verrät: Hier arbeitet ein Chaot. Unterlagen liegen unsortiert herum, nichts scheint an seinem Platz zu sein und es gibt (scheinbar) keine Struktur in dem wilden Durcheinander. Der Chaot arbeitet meistens im kreativen Bereich, wo er das Team mit seinen Innovationen in ganz neue Richtungen bringen kann. Doch Vorsicht: Mit Deadlines oder festgelegten Terminen nimmt er es nicht immer allzu ernst.

So gehen Sie mit dem Chaoten um
„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Dieses russische Sprichwort stammt ursprünglich von Stalin. Im Umgang mit dem Chaoten sollten Sie dies beherzigen und bei Projekten oder langfristigen Aufgaben immer wieder einen kurzen Zwischenstand abfragen. So sehen Sie, wie weit die Arbeit erledigt ist und welche Dinge noch erledigt werden müssen. Tendenziell kann es für das Team aber gut sein, diesem kreativen Kopf auch individuelle Freiheiten zu geben – auf diese Weise wird er unter Umständen ganz neue Ideen entwickeln, die dem Team guttun.

Der Blender

Seine größte Stärke ist die Präsentation und die Selbstvermarktung. Der Blender ist ein Meister der Worte, für Routinearbeiten oder komplizierten Aufgaben ist er in der Regel der Falsche. Dieser Typ eignet sich sehr gut für die Präsentation nach außen, da er oft nicht nur sich selbst, sondern auch das Unternehmen sehr effektiv vorstellen und vermarkten kann.

So gehen Sie mit dem Blender um
Als Kollege eines Blenders sollten Sie diesen im guten Rahmen einfach prahlen lassen, solange Ihre Arbeit dabei nicht beeinträchtigt wird. Achten Sie darauf, dass der Blender immer die richtigen Angaben in seiner Präsentation benennt und beim Kunden keine falschen Erwartungen weckt.

Last but not least:

Selbstverständlich existieren noch zahlreiche weitere Bürotypen. Wir haben einige herausgegriffen und diese in ihren Charakteristika beschrieben. Dennoch raten wir Ihnen: Weg vom Schubladendenken und hin zum respektvollen und wertschätzenden Umgang. Jeder Mitarbeiter hat seine Stärken und Schwächen. Versuchen Sie daher, in schwierigen Situationen mit einem persönlichen Gespräch Konflikte zu lösen und Verständnis für Ihre Kollegen zu zeigen.

Gut zu wissen: Neben den Bürotypen gibt es ebenso verschiedene Kommunikationstypen, welche uns im Alltag begegnen. Dabei unterscheiden sich neben Typen auch die Kommunikation zwischen Männern und Frauen. In unserem Blogartikel "Sprache im Job - Du bist, wie du sprichst" erfahren Sie mehr.